[Rezension] Östlich der Sonne

Informationen zum Buch
Verlag: Cupido Books
Erstausgabe (D): September 2015
Dateigröße: 996 KB 
Ausgabe: Kindle Edition

Autor: Isla Peck
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Erster Satz: Tia zerfließt im Strom der Tänzer wie ein Blutstropfen im Wasser.

Klappentext
Clubs besuchen, die Nächte durchtanzen – das ist es, wofür Tia lebt: Sie zerfließt im Strom der Tänzer wie ein Blutstropfen im Wasser, gleitet als rote Nixe durchs Gewühl. Am Tag verschwindet Tia und sitzt als Christina brav im Büro, erdrückt von Erwartungen, gegen die sie sich nicht wehren kann. Mick gibt im Club den Steppenwolf, der Jacke nach zu schließen – und sie passt zu ihm wie eine zweite Haut. In seinem anderen Leben versucht er verzweifelt, großer Bruder, Vater und Mutter in einem zu sein. Die Blicke der beiden treffen sich, und es ist wie ein Stromstoß. Elektrisierend. Noch ahnen sie es nicht, würden es auch nicht glauben, aber dies ist unausweichlich der Beginn einer Reise mit (un) möglichem Ziel: „Das Schloss liegt östlich von der Sonne und westlich vom Mond, und dahin findest du den Weg nie und nimmer.“

Mir war, als könnte ich man alles in diesem Leben mit tanzen regeln. Als könne man einfach abtauchen und die Welt um sich herum vergessen. Würde sich das nicht jeder einmal wünschen?

Der Inhalt des Buches faszinierte mich sofort. Er versprach etwas düsteres und verruchtes, auf das ich mich nur zu gern einlassen wollte. Isla Peck zog mich bereits ab der ersten Seite in ein düsteres Nachtleben. Ein Leben ohne Kummer, ohne Probleme und ohne der Frage nach "Was dann?". Es zählte nur das hier und jetzt. Tia lebt das Leben, welches sich vielleicht viele von uns wünschen. Doch auch sie, kann gewissen Dingen, wie der Liebe, einfach nicht entgehen.

Überraschend und neu für mich war die Tatsache, dass Tia und Mick sich bereits zu Anfang des Buches kennenlernen und eine heiße Liaison entsteht. In der Regel ist es ja oftmals so, dass man ein ganzes Buch darauf hinarbeitet, dass die Protagonisten sich finden und endlich ihre Gefühle füreinander erkennen. Hier aber, wird allen Regeln der gesellschaftlichen Normen getrotzt und man sieht nicht einer entstehenden Leidenschaft entgegen sondern den alltäglichen Problemen. Man erkennt, wie unterschiedlich die Leben zweiter Menschen sein können und mit welchen Selbstzweifeln sie geplagt werden. Welche Hürden eine Liebe überwinden muss um endlich das Glück zu finden. 

Mick erobert auf geradem Wege und unwiderruflich mein Herz, während ich versuchte mit Tia die Probleme des Lebens zu bewältigen. Ich wollte ihr beistehen und ihr aufhelfen wenn sie stürzte. Jeder kennt dieses Gefühl in einem gewissen Moment ein anderer Mensch sein zu wollen und diese realistische Darstellung hat mich so gefesselt, dass ich das Buch gar nicht beiseite legen konnte. 

Natürlich ist es schön von reichen und sadistischen Junggesellen oder  wunderschönen und starken Vampirn zu lesen. Aber ist dies die Realität? Wohl kaum. So gerne ich oftmals in Fantasiewelten tauche, so erfreulich und neu war die Tatsache für mich, eine entstehende Liebe aus dem realen Leben zu beobachten. Hindernisse zu überwinden, die einem doch das märchenhafte "Happy End" versprechen und Träume sowie Wünsche wahr werden zu lassen, denen jeder von uns im Leben einmal gegenüberstand. 

Fazit: Östlich der Sonne zeigt einem die Welt wie sie wirklich ist. Ohne Zuckerwatte und einer rosaroten Brille. Eine Welt, in der es gilt Hindernisse zu überwinden um sein Glück zu finden. Das man selbst wachsen muss um seine märchenhafte Liebe, wie sie im Buche steht, finden zu können. 

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